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Anmeldungsdatum: 06.08.2009 Beiträge: 317
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Verfasst am: 13.08.2010, 12:45 Titel: Rasante Praxisrunde für Bochumer Studenten |
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Jahrmarkt
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Rasante Praxisrunde für Bochumer Studenten
Herne, 12.08.2010, Gabriele Heimeier
Wanne-Eickel. Einen nicht alltäglichen Ausflug in die Praxis unternahm jetzt eine Gruppe von Studenten der Bochumer Hochschule: Die angehenden Maschinenbauer und Mechatroniker ließen sich auf der Cranger Kirmes von Angela Bruch die Alpina-Achterbahn erklären.
„Unser Dekan Jens Feldermann und die Fachschaft versuchen immer mal, solche Exkursionen anzubieten“, sagt Sebastian Strenk. Obwohl die Studenten zurzeit noch Semesterferien haben, waren die 15 bis 20 Plätze für den Besuch der Alpina Bahn - und anschließend auch noch des Expo Stars - schnell belegt.
Angela Bruch nimmt die jungen Leute mit in den umzäunten Bereich der Achterbahn, in den Unterbau. Die Schienen, die Streben, die Stempel, erst von hier aus wird das komplexe Gebilde wirklich sichtbar. Obwohl die Alpina Bahn schon 20 Jahre auf dem Buckel hat, schüttelt die Chefin der Achterbahn den Kopf und klopft schnell auf Stahl als sie gefragt wird, wie oft Teile ersetzt werden müssen: „Am Gerüst selbst gar nicht. Der Konstrukteur ist dafür bekannt, dass er lieber noch eine Tonne Stahl mehr eingebaut hat, als eine weniger. Das zahlt sich aus.“ Wo Material ausgetauscht werden müsse, dass sei bei den Wagen.
Dass Schwierigste beim Aufbau der Alpina Bahn sei nicht das Zusammensetzen der Schienen und Streben, sondern der Unterbau: „Am Boden muss alles auf den Millimeter in der Waage sein, sonst potenziert sich dieser Fehler nach oben hin. Aber das wissen Sie ja.“
Interessiert fragen die Studenten weiter: wie viele Leute auf der Alpina Bahn beschäftigt sind und ob es ein festes Team gibt; wie lange der Auf- und Abbau der Bahn dauert; wie viele Züge gleichzeitig fahren können; welche Sicherheitsvorkehrungen es bei Störfällen gibt; wie oft und was der TÜV an der Alpina Bahn prüft. Angela Bruch antwortet geradeheraus, erklärt auch, warum es in Düsseldorf 2008 zu einem Stillstand kam: In einem Trafo außerhalb der Kirmes sei der Strom umgestellt worden – was sich bis in das Herzstück der Bahn auswirkte und zwei 300 Ampere-Sicherungen pulverisierte. Die Bahn habe genau das getan, was sie bei einem Störfall tun sollte – sie blieb stehen, mit je einem Block Sicherheitsabstand zwischen den Zügen.
Die Gruppe klettert weiter zu dem Bereich, den auch die Besucher kennen: dem „Bahnhof“ und den Zügen, die sie sich jetzt auch einmal von unten ansehen können. Ob sie nach der Tour beruhigter in die Achterbahn steigen? „Nein“, sagt einer der Studenten. „Ich hatte auch vorher keine Bedenken. Jedenfalls nicht in Deutschland. Hier wird eher mehr als weniger geprüft – was auch gut ist.“ |
Quelle: derwesten.de
Ps: Wenn die Achterbahn 20 Jahre alt wäre, dann wäre sie nicht 1982/83 gebaut worden, sondern erst 7 Jahre später, wo die Firma A. Schwarzkopf - die lieber eine Tonne mehr Stahl als zu wenig verbaute - schon nicht mehr existierte... _________________ Denn es ist was los im Isarfloss |
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